Etappe 22: Utelle – Nizza

Etappe 22: Utelle – Nizza

Meer geht…

Nach einer recht unruhigen Nacht startete ich in die von der Kilometerzahl her längste und letzte Etappe meiner Reise durch die französischen Alpen. Kurz nachdem ich aus Utelle entlang eines Pfades draußen war, spürte ich ein paar leichte Regentropfen. Nichts wirklich Erwähnenswertes und nach ein paar Minuten war es das auch wieder. Aller guten Dinge sind schließlich 3 und somit hatte ich 3-mal Regen auf der ganzen Tour. Ganz okay, würde ich sagen.

Es ging dann lange entlang der Bergkante mal durch Wald, mal nicht und schließlich steil hinunter zu einem Fluss. Man muss ehrlich sein, es war nicht die schönste Etappe. Es ging vorbei an etlichen Gärten, wo ich von Hunden angebellt wurde, die wie verrückt auf und ab liefen, während ich vorbeiging. Der Weg selbst war auch nicht wirklich zum Zunge-Schnalzen. 

Nach der Überquerung des Flusses ging es wieder steil bergauf und durch Levens. Durch die kleine Stadt und einer Straße entlang und dann nochmals über einen kleinen Berg und schon war ich in Aspermont, wo ich mir eine letzte Pause gönnte und noch einmal Kraft für die letzten 12 Kilometer bei einem Eis sammelte.

Nach Aspermont ging es ein paar Meter bergauf und dann war endlich Nizza zu sehen. Immer wieder während des Tages konnte man das Meer aufblitzen sehen, aber jetzt ging man quasi auf die Stadt zu und das Ende war in Sicht. Entlang eines Pfades mit schöner Sicht auf Stadt und Meer marschierte ich dahin und die Füße fühlten sich plötzlich wieder ganz leicht an. 

Den Hügel hinunter ging es dann recht schnell und dann hieß es nur mehr durch die Stadt und bis an den Strand. Dass die Alpen so knapp ans Meer reichen, ist irgendwie schon schräg. Genauso schräg wie der Übergang von den Prachtvillen auf dem Berg in die dichtbesiedelten Wohngebiete und engen Straßen, die einen in Nizza erwarteten. Je näher es ans Meer ging, desto „schöner“ wurden die Gebäude wieder und man merkte die touristische Zone.

Und dann war es auch schon geschafft. Das Meer. Hinunter von der Promenade über den Schotterstrand und dann hinein ins Wasser. Eine wunderbare Reise war zu Ende. 3 Wochen voller Highlights, die ein bisschen anders vergangen sind, als gedacht, die aber wieder viele neue Erfahrungen, Freunde und Erlebnisse boten. Man wird sehen, wie es weitergeht.

Hard Facts:

  • Strecke: 36,2 km
  • Aufstieg: 1047 m
  • Abstieg: 1849 m
  • Höchster Punkt: 828 m
  • Niedrigster Punkt: 4 m

Griaß eich!

P.S.: Hier geht´s zu den Fotos!

Eine Antwort

  1. Gert sagt:

    Das ging ja jetzt schnell – herzlichen Glückwunsch! 🙂

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