Etappe 4: Elsenreith – Spitz

Etappe 4: Elsenreith – Spitz

Fortschrittlich…

Nach dem Frühstück startete ich bei herrlichem Wetter in den Tag. Da ich von einem Freund erfahren hatte, dass man im September sowieso keinen Sonnenbrand mehr bekommen kann, hatte ich mich natürlich nicht eingeschmiert. Und nicht, weil ich keine Sonnencreme hatte. Wie versprochen, wartete die nette Kellnerin vor ihrem Haus und überreichte mir feierlich ein selbstgemachtes Rotweinlikör-Stamperl. Nach einem kurzen Plausch und der Info, dass sie Verwandte in Hausleiten hat, machte ich mich voller Energie auf in den Tag.

Entlang eines ewig langen Forstweges ging es, an etlichen zukünftigen Christbäumen vorbei, nach Trandorf und dann die Straße entlang nach Zeining, wo ich nach einem kurzen Päuschen den Aufstieg auf den Jauerling begann. Die ersten Tage waren die Wegmarkierungen fast schon im Übermaß vorhanden, heute war das leider nicht. Ich hatte einige Probleme, den richtigen Weg zu finden, und lief an ein paar Abzweigungen, die auf einen Waldweg führten, vorbei. Durch meine großartigen Wildnis-Sinne konnte ich schlussendlich doch den „Gipfel“ erreichen und legte eine kurze Pause an der Aussichtswarte ein. Da es leicht zu nieseln begann und es wieder sehr bewölkt war, ersparte ich mir die 2€ und die etlichen Stiegen und ging nicht auf den Turm.

Weiter ging es den Berg wieder hinab durch Oberndorf und Mitterndorf. Was danach kam, schockierte mich ein wenig. Benking. Warum? Warum nicht Unterndorf? Die Möglichkeit war da, warum nicht nach Oberndorf und Mitterndorf Unterndorf? Auch wenn Benking zuerst da war, dann nenne ich die anderen Dörfer doch Online-Benking und Bauspar-Benking. Aber so macht das überhaupt keinen Sinn. Ich hielt inne, versuchte wieder einen klaren Gedanken zu fassen und sah zu, wie der Regen in der Ferne auf eine Ortschaft niederprasselte, bevor ich meinen Weg fortsetzte.

Es ging durch ein richtig cooles Waldstück auf einem schmalen Weg mit vielen Wurzeln und Steinen, wo ich meine Trail Running Skills voll ausschöpfen konnte. Leider lagen einige umgefallene Bäume auf der Strecke, unter denen ich hindurch musste und über die ich mich schwingen musste. An einer lichten Stelle sah ich dann plötzlich die Donau und genoss für einen Weile die Aussicht. Vor 3 Tagen war ich noch ein paar km von der tschechischen Grenze entfernt, heute kann ich die Füße in der Donau baumeln lassen. Feines Gefühl.

Mit einem Walzerschritt setzte ich den letzten Waldabschnitt fort und kam alsbald in Spitz an der Donau an. Entlang der Donaupromenade gab es einige Stellen zum Niedersetzen und ich gab meinen Füßen die wohlverdiente Abkühlung, nach der sie gerufen hatten. Leider musste ich zeitgleich feststellen, dass die Schuhe mittlerweile wieder so erbärmlich stinken wie nach den 2 Wochen in der Schweiz. Aber heutzutage ist riechen zu können, ja eh was, was man können will.

Hard Facts:

  • Strecke: 21 km
  • Aufstieg: 600 m
  • Abstieg: 1200 m
  • Niedrigster Punkt: 204 m
  • Höchster Punkt: 960 m

Griaß eich!

P.S.: Hier geht´s zu den Fotos!

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