Etappe 10: Lackenhof – Mariazell

Etappe 10: Lackenhof – Mariazell

Höhenflug…

Bei wundervollem, blauem Himmel – im Happy Hippo Fachjargon würde man sagen „Christinas Augen“ – startete ich nach dem Frühstück in die Etappe. Das Wetter war einfach nur herrlich und den Start machte eine Straße, die hin und wieder eine Skipiste kreuzte und immer weiter hinauf führte. Ich überholte einige Wanderer, die scheinbar vor mir gestartet waren. Und auch bei geringer Höhe bot sich schon eine wunderbare Aussicht.

Des Wanderers bester Freund, eine Skipiste war der letzte Abschnitt zum Ötscherschutzhaus. An einem Wegweiser realisierte ich, dass ich die letzten paar Höhenmeter nur mehr wegen des Stempels hinauf und wieder hinunter gehen würde. Also rief ich zur Sicherheit an, ob das Haus mittlerweile geöffnet hatte. Mit einem „Ja“ als Antwort machte ich mich also auf den Weg. Was man nicht alles für einen Stempel macht!

Zurück beim Wegweiser kamen Erinnerungen an meine Jagd auf den „Ötschi“ in den Ötschergräben in mir hoch und an Thomas Brezina. Aber das ist eine andere Geschichte. Weiter ging es in Richtung Feldwiesenalm, vorbei an einigen Kühen und über eine wunderbare Almwiese, die mit etlichen Steinen versehen war. Im Gegensatz zu den letzten Tagen eine willkommene Abwechslung, nicht immer nur auf Beton zu gehen, und in der noch etwas feuchten Wiese wurden die Schuhe auch wieder sauber. Denn auf saubere Schuhe kommt es am Berg an!

Es war einfach herrlich, endlich weiter oben zu sein, auf schmalen Wegen die Bergkante entlang, durch Waldwegerl und immer mal wieder ein wunderbarer Ausblick. Vorbei an ein paar Hütten – die mich nur tertiär tangierten – führte mich der Weg bald über eine Art Grat, von dem am Ende ein serpentinenartiger Anstieg zum Terzerhaus führte. Auf der Sonnenterrasse gönnte ich mir eine Kräftigung und sah zu, wie ein Segelflieger seine Kreise vor der Terrasse zog. Unten konnte man auch schon den See sehen, den ich heute noch erlaufen würde. Und auch Mariazell war bereits zu erahnen.

Der Abstieg ging dann ziemlich steil bergab und ich bin mir nicht sicher, ob der Weg entlang der Straße nicht schneller gewesen wäre. Aber natürlich machte der Abstieg über die steinigen Wegerl mehr Spaß. Ziemlich flott war ich dann auch durch ein paar Waldwege bei der Liftstation und dann auch weiter beim Erlaufsee. Gleich beim Ausgang aus dem Wald bot sich auch eine schöne Stelle an, wo man gleich mal baden gehen konnte, was ich mir an dem heutigen Traumtag natürlich nicht entgehen lassen konnte.

Nach dem Plantscherl ging es in Richtung Erlaufbrücke, bei der ein Stein die Hälfte des 05ers und den Übergang in die Steiermark markierte. Man konnte auch sofort merken, dass auf der anderen Seite die Bäume grüner waren. Ein Stündchen eines Wanderweges entlang und schon stand ich vor der Basilika in Mariazell und versuchte, als Pilger eine Unterkunft zu finden.

Hard Facts:

  • Strecke: 25,4 km
  • Aufstieg: 1598 m
  • Abstieg: 1534 m
  • Niedrigster Punkt: 755 m
  • Höchster Punkt: 1617m

Griaß eich!

P.S.: Hier geht´s zu den Fotos!

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