Etappe 15: Klinkehütte – Bosruckhütte

Etappe 15: Klinkehütte – Bosruckhütte

Ein bisschen herumgurken…

Nach einem feinen Frühstück machte ich mich zügig auf den Weg nach Admont, da ich dort zu Mittag meine nächste Begleitung treffen sollte. Der Abstieg war relativ einfach und wie die letzten Tage von Waldwegen und Forststraßen geprägt. Die Sonne war den ganzen Vormittag heraußen und so verpasste ich es, auf einen Waldweg einzubiegen, und ging rund eine Viertelstunde in Gedanken in die falsche Richtung. Als ich dies bemerkte, versuchte ich, durch eine Abkürzung zurück auf den Weg zu kommen. Wahrscheinlich wäre ich schneller gewesen, den Weg zurück zu gehen, aber so kam ich wenigstens ein bisschen ins Schwitzen und hatte etwas zu tun.

Wiedermal entlang eines Baches ging es dann auf sehr rutschigem und teils auch sehr gatschigem Terrain weiter. Anscheinend dürfte dort gerade ein neues Skigebiet entstehen, da sehr viele Teile vom Wald abgeholzt waren und es landschaftlich katastrophal aussah. Dies besserte sich erst, als Admont – für alle Lateiner, das kommt von ad monte, am Berg – in Sicht kam.

Mit einem herrlichen Ausblick auf die Berge marschierte ich also in Richtung des berühmten Stifts Admont und nach einem kurzen Besuch der Kirche wartete ich vor der Kirche, da sich meine Begleitung noch die Bibliothek – in der man aber keine Bücher anfassen darf – ansah. Nachdem wir die Sachen aus dem Hotel geholt hatten, blieben wir noch kurz bei Spar stehen, da ich meine Vorräte auffüllen musste und meine Begleiterin sich eine Bio-Gurke – ja, eine Bio-Gurke – für den Weg kaufte.

Entlang einer asphaltierten Straße ging es also über die Enns nach Oberhall und Mühlau, wo wir auch schon vorsorglich die erste Pause einlegten, da sich eine Blase am kleinen Zeh bei ihr anbahnte. Von dort an ging es dann über einen Forstweg ein Gurkenstück weiter, wo es leicht zu regnen begann und wir unsere Regenjacken anziehen mussten. Nach einiger Zeit im Regen bogen wir dann auf einen Waldweg ein, dessen Bäume guten Schutz vor dem Regen boten. Über eine steile Alm wurde dann die Kondition das erste Mal gefordert und man merkte schon, dass es für eine Person die erste Wanderung im Leben war.

Während der nächsten Waldwegpassage kam die Sonne wieder heraus und ohne Regenjacke – bei der ihre Mutter gute Beratung geliefert hatte – konnten wir vom Pyhrgasgatterl einen herrlichen Ausblick auf die Berge genießen. Ein Gurkenstück weiter legten wir dann noch einen kleinen Zwischenhalt auf der Rohrauer Alm ein, wo gerade Stromausfall war, und waren nach einem Stück auf der Forststraße auch schon beim heutigen Quartier.

Wieder eine eher unspektakuläre Etappe, trotzdem freue ich mich, dass meine Begleitung brav durchgehalten hat und nicht herumgesudert hat. An der Wandertechnik müssen wir jedoch noch ein bisschen arbeiten, denn noch sieht das zu prinzessinnenhaft aus!

Hard Facts:

  • Strecke: 21,3 km
  • Aufstieg: 700 m
  • Abstieg:  1162 m
  • Niedrigster Punkt: 620 m
  • Höchster Punkt: 1504 m

Griaß eich!

P.S.: Hier geht´s zu den Fotos!

 

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