Etappe 17: Mugel – Gleinalmschutzhaus

Etappe 17: Mugel – Gleinalmschutzhaus

Auf und nieder, immer wieder…

Nach einer halbwegs angenehmen Nacht startete ich früh in den Tag, da mir der Wirt des Gleinalmschutzhauses dies empfohlen hatte. Schon am Vormittag ging es immer wieder auf und ab. Durch einen Wald hinab und dann wieder hinauf und schon war ich auf der Hochalm, wo ich die erste meiner vielen kleinen Pausen einlegte und mein Wasser wieder auffüllte. Ich merkte schon am Vormittag, dass die Nacht und vor allem das fehlende Abendessen und Frühstück an mir nagten.

Es ging weiter einen langen Feldweg entlang und gegen 12:00 kam ich auf der Fensteralm an, wo ich eine Mittagspause einlegte und die mitgebrachten Müsliriegel, Wurst und Schokolade aß. Von der Fensteralm aus begann der Tag erst richtig und ich hatte Glück mit dem Wetter. Ich konnte jetzt schon sehen, wo ich am Abend stehen würde und auch wenn ich noch nicht den ganzen Weg sehen konnte, so wusste ich, dass es jetzt herrlich werden würde.

Es ging über Polsterkogel, Polstersattel, Eiblkogel, Kreuzsattel, Lärchkogel, Speikkogel bis zum Gleinalmsattel. In der Reihenfolge wurden die Berge auch immer höher. Mental war es schon ein wenig bitter, denn nach jedem erreichten Gipfel kam wieder ein Abstieg und erst dann ging es wieder hinauf. Das alles machte aber nichts, denn die Aussicht war einfach nur fantastisch. Es fühlte sich ein bisschen an wie bei Herr der Ringe, nur dass ich nur ein Gefährte war. Der Weg über die Wiesen entlang der Sattel war außerdem überhaupt nicht anstrengend, weder beim Auf- noch beim Abstieg.

Der weiche Untergrund war Balsam für meine etwas lädierten Achillessehnen, die wie in den letzten Jahren auch ein wenig angeschwollen sind, da ich vermutlich die Schuhe zu fest gebunden hatte. Ich war gut in der Zeit und darum legte ich bei allen Gipfelkreuzen eine kleine Pause ein und nahm einen Müsliriegel zu mir. Am Speikkogel bog ich dann ab und stieg zur heutigen Unterkunft ab.

Es war ein sehr anstrengender Tag, der vor allem nach einer Nacht im Notlager noch anstrengender wurde. Aber all die Anstrengungen waren es wert, denn es war wirklich richtig schön, über die Plateaus zu gehen und links und rechts eine herrliche Aussicht zu haben.

Hard Facts:

  • Strecke: 29 km
  • Aufstieg: 1700 m
  • Abstieg: 1750 m
  • Niedrigster Punkt: 1156 m
  • Höchster Punkt: 1988 m

Griaß eich!

P.S.: Hier geht´s zu den Fotos!

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