Etappe 19: Pühringerhütte – Loserhütte

Etappe 19: Pühringerhütte – Loserhütte

Sonnderbar…

Nachdem ich heute schon sehr früh aufgestanden war, um mir den Dachsteinblick anzusehen und Empfang zu suchen, machte ich mich recht bald auf den Weg und verließ die Hütte um 7:30. Die erste Stunde verging recht schnell und über ein paar steile Anstiege und Waldstücke ging es in Richtung Wiesenlacke.

Da ich bei einer Kuhtränke die Markierung nicht sah, weil eine Kuh sie verdeckte – nicht sehr kuhlant von ihr – bog ich in die falsche Richtung ab und folgte den Markierungen in eine von skurrilen Steingebilden geprägte Landschaft. Ungefähr eine Stunde ging ich also nichts ahnend in die falsche Richtung und auch das etwas zu kleine Frühstück macht meiner Energie und meinem Magen bald zu schaffen. Als ich dann nach einem Schneefeld eine Wegmarkierung sah, auf der die falsche Nummer stand, ahnte ich schon Böses und ich setzte mich erst mal hin. Während ich also so auf meiner Landjäger herumkaute und frustriert über das „Kein Netz“ auf meinem Handy war, kam zufällig ein Bergsteigerpärchen vorbei, das meine Annahme bestätigte. Noch frustrierter begann ich also den Rückweg.

45 Minuten später und einmal quer durch die Landschaft, um wenigstens ein bisschen Zeit zu sparen, traf ich ein anderes Pärchen, das mir bestätigte, dass ich auf dem richtigen Weg war. Ein wenig erleichtert und zwei Müsliriegel später, machte ich mich also auf den Weiterweg. Ich versuchte die Zeit wiedergutzumachen, da die Sonne mittlerweile schon erbarmungslos herunterbrannte und war dann nach einem andauernden Auf und Ab gegen 13:00 beim Albert Appel Haus auf ein Stemperl-Zitron. Leider zog der Gag mit dem Appel Strudel – auf Englisch ausgesprochen – trotz Windes nicht so gut, geschmeckt hat er trotzdem.

Wieder auf dem Weg quälte ich mich weiter. Mit der Sonne im Rücken und dem Wissen, dass meine Arme heute Abend bis zum Anfang des Ärmels wunderbar rot-braun glänzen würden, wurden meine Beine allmählich schwerer. Die halbe Stunde, die ich in den ersten zwei Stunden nach der Pause gutgemacht hatte, verbrauchte ich schnell wieder, da ich einfach mehr Pausen machen musste.

Als dann auch noch ein einfacher Klettersteig am Programm stand, spürte ich die unnötigen Zusatzkilometer vom Vormittag und ärgerte mich über mich selbst. Zur Aufmunterung versuchte ich, mich mit dem Summen von „Heut ist so ein schöner Tag“ zu motivieren und schaffte den Steig ohne große Schwierigkeiten.

Es ist übrigens schlimm, dass es einfach überall, wohin ich gehe, egal in welcher Höhe Bremsen, Bienen und Schmetterlinge gibt. Nervige Viecher. Ein langes Wegstück über Skipisten und einen kleinen Abstieg weiter kehrte ich endlich in der heutigen Unterkunft ein und genoss die Aussicht auf das Ziel der nächsten Etappen, den Dachstein.

Hard Facts:

  • Strecke: 21,2 km
  • Aufstieg: 1057 m
  • Abstieg:  1182 m
  • Niedrigster Punkt: 584 m
  • Höchster Punkt: 1560 m

Griaß eich!

P.S.: Hier geht´s zu den Fotos!

 

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