Etappe 2: Marz – Hochwolkersdorf

Etappe 2: Marz – Hochwolkersdorf

Über Stock und über Stein…

Nachdem ich am 1. Tag schnell wie ein Baby eingeschlafen war, war mir nach dem Aufwachen klar, dass ich heute auf jeden Fall mit dem falschen Fuß aufstehen würde. Tatsächlich fühlte ich mich nach dem ersten Schritt ein wenig so wie damals am Heldenplatz nach der Angelobung. Nach den Ansprachen von Fischer und Darabos – oh ja, die guten(?) alten Zeiten- kam das Kommando zum Rechts um und nach 3 Stunden des Stillstehens ohne Bewegung gaben da die Knie einfach nach. Nun ja, nachdem ich endlich in den Flip-Flops drinnen war, konnte ich mich nach dem Frühstück wieder richtig bewegen und machte mich, nachdem ich mir meinen Stempel geholt hatte, auf den Weg.

Nach einem kleinen Stück immer der Straße entlang war ich schnell in Mattersburg angekommen. Während ich darüber sinnierte, ob hier eigentlich Schach erfunden wurde – man bedenke, dass alle Figuren in einer Burg vorhanden sind und man am Ende den Gegner matt setzt – hielt mich schon am Vormittag die Sonne in Schach. Erbarmungslos brannte sie auf meinen Hut und meine vom Vortag gezeichneten „Wadeln“. Als ich aus Mattersburg draußen war, sah ich eine einzelne Sonnenblume, die mich aus einem grünen Feld – Sorry, bin kein Botaniker – anstrahlte und an mich selbst erinnerte.

Nach einem langen Weg entlang des Geißgrabenbachs und vorbei an kleinen, idyllischen Gärten sah ich schon in der Ferne eines der heutigen Ziele: Burg Forchtenstein. Immer entlang des Weges und schließlich durch Forchtenstein selbst hindurch, folgte ich dem Weg. An einer Bushaltestelle packte ich dann meine Wanderstöcke das erste Mal aus, um ein wenig Hilfe beim letzten steilen Aufstieg zur Burg zu haben.

An der prächtigen Burg angekommen, überlegte ich dann kurz, ob ich nicht die Führung mitmachen sollte, da die heutige Etappe schon halb vergangen war, entschloss mich dann doch nur, meine Mittagspause hier zu verbringen und setzte mich ins Café Restaurant Grenadier im Schlossinnenhof.

Nach einem, für meinen Geschmack, guten, aber für den Preis zu kleinen Caesar Salad und einem ausgezeichnetem Golser Bier holte ich mir noch schnell den nächsten Stempel und machte mich dann auf in Richtung Rosalia. Ich merkte schnell, dass die Pause etwas zu lang gewesen war, denn meine Oberschenkel machten sich plötzlich bemerkbar und für eine kurze Zeit war es nicht leicht, nach einem kurzen Stopp für ein Foto, weiterzugehen.

Nach einem kurzen Abschnitt auf asphaltiertem Boden, führte der Weg schließlich in ein Stück Wald. Mit den Stöcken ging es über Steine und Wurzeln und einen Waldweg entlang. Neben mir plätscherte ein kleiner Bach und machte durch seine vielen kleinen Abzweigungen immer wieder den Boden gatschig. Nach dem bisher steilsten Aufstieg seit dem Start kam ich rinnwaschelnass und nach einem Abzweiger bei der Rosalienkapelle an.

Ich verewigte mich mit einem kurzen Reim im Besucherbuch, schließlich ging es zurück und ab dann immer eine betonierte Straße entlang. Nachdem ich die Grenze zu Niederösterreich überschritten hatte, war es auch nur mehr ein Katzensprung bis zum geschichtsträchtigen Hochwolkersdorf – Hier wurde die 2. Republik besiegelt – und der heutigen in der Früh organisierten Unterkunft.

Hard Facts:

  • Strecke: 18,4 km
  • Aufstieg: 496 m
  • Abstieg 120 m
  • Niedrigster Punkt: 236 m
  • Höchster Punkt: 717 m

 

Griaß eich!

P.S.: hier geht es zu den Fotos!

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