Etappe 22.2: Adamekhütte – Hofpürglhütte

Etappe 22.2: Adamekhütte – Hofpürglhütte

Die Zeit vergeht…

Nach einer durchschnarchten Nacht wusste ich, dass ich heute wohl wieder sehr zeitig bei der nächsten Unterkunft ankommen würden und ließ mir daher sehr viel Zeit beim Frühstück und beim Packen. Da die Sonne am Vormittag schon da war, machte ich mich also bei etwas Wind auf den Weg und ging ein wenig unterhalb des Gletschers entlang über den wohlgeformten Stein.

Es hatte sich im Gegensatz zu gestern nicht viel getan und es war immer noch sehr einfach, über den griffigen Stein zu gehen. Über den Linzersteig ging es dann entlang von gesicherten Stücken und teils ausgesetzten Stücken in Richtung Torsteineck, wo einige Kletterpassagen warteten, die jedoch nie wirklich fordernd waren. Da ich wusste, dass ich viel Zeit hatte, legte ich mehrere kleine Pausen ein und genoss die Aussicht, da der Nebel noch nicht da war.

Ich kam recht flott voran und war über den Steig hinweg auch ganz alleine. Immer wieder ergab sich der Blick zurück auf die Adamekhütte und wie immer war es ein gutes Gefühl zu sehen, wo man heute schon herkam. Der schwierigste Teil war dann wohl ein kleiner Abstieg über etwa 5 m, der aber auch locker ohne Sicherung zu erklettern war.

An der Reisgangscharte angekommen, ging es dann in Serpentinen steil bergab. Die kleinen Steine waren dabei das größte Problem, da man kaum Halt hatte und im Endeffekt mehr rutschte, als man Schritte machte. Mit einem kleinen Hinsetzter war aber auch diese Passage schnell erledigt und es ging dann über einen Almweg schon Richtung heutiger Hütte.

Mit der Sonne im Rücken und in Gedanken versunken, verpasste ich aber dann wieder die richtige Abzweigung und musste so wieder einen zachen Weg zurück gehen. Auf der Alm merkte man auch, dass es einigermaßen touristisch wurde, da mir viele Gruppen begegneten. Über einen kleinen Höhenweg ging es dann zur Hütte und ich war wieder mittags am heutigen Ziel.

Die Etappe war durch das schöne Wetter heute wieder ein wahrer Augenschmaus und ich hatte fast das Bedürfnis noch einmal den Weg von gestern zu gehen, nur um die Aussicht ohne Nebel zu haben. Abgesehen von einigen kurzen Passagen war der Weg auch nicht wirklich schwierig und bei Schönwetter ist er auf jeden Fall zu empfehlen.

Ein kleines Highlight bot sich dann noch am Abend, als ich mit 2 Mädls den von einem jungen englischen Pärchen nach zwei Bissen stehengelassenen Kaiserschmarrn verkostete und wir ihn für gut befanden.

Hard Facts:

  • Strecke: 7,9 km
  • Aufstieg: 228 m
  • Abstieg:  715 m
  • Niedrigster Punkt: 1550 m
  • Höchster Punkt: 2265 m

Griaß eich!

P.S.: Hier geht´s zu den Fotos!

 

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