Etappe 22: Brendlhütte – Eibiswald

Etappe 22: Brendlhütte – Eibiswald

Unkonzentriert bis zum Schluss…

Nachdem ich schon um 13:00 bei der geplanten Unterkunft für heute Nacht ankam, entschloss ich mich kurzerhand, gleich weiter bis Eibiswald zu gehen und die Zeit an diesem schönen Tag noch auszunutzen, anstatt auf einer Geburtstagsparty zu sein, auf der ich eigentlich nicht eingeladen war. Ich gab der Hüttenchefin Bescheid, dass ich nicht übernachten würde, und sie wirkte sehr erleichtert, schließlich waren schon eine Menge Partygäste anwesend.

Dann machte ich mich also auf den Weg in Richtung Eibiswald. Vorerst durch ein Waldstück war ich recht bald in St. Katharina in der Wiel und holte mir dort meinen Stempel ab. Weiter ging es, wie fast die ganze Etappe bergab, bis zum Stierrigelbach, wo ich entlang der Straße bergauf die Abzweigung übersah und ein paar Extrahöhenmeter einlegte. Ich bemerkte, dass es keine Markierungen mehr gab und ich drehte um.

Den Bach gequert ging es steil bergauf durch ein Waldstück und schon war ich in Oswald ob Eibiswald, wo es leider nirgends einen Stempel zu holen gab. Von hier an führte der Weg fast nur mehr an der Straße entlang und die Sektion Eibiswald entschuldigte sich auch dafür mit einer Tafel, die empfahl, doch neben der Straße zu gehen.

Es ging an einigen Bauernhöfen vorbei, wo ich von einigen Hunden angebellt wurde, die sich jedoch nicht über die Grundstücksgrenze trauten. Außer ein Hund. Der bellte jedoch nicht, sondern dachte, dass ich mit ihm Gassi gehe. Er trabte sicher einen Kilometer vor mir her und ich wusste nicht, was ich machen sollte. Ich ging mit ihm zurück zu dem Haus, von dem an er mir gefolgt war und sah nach, ob jemand da war. Leider ohne Erfolg. Ich ging also ein paar Meter in den Wald und wendete Trick 17 an: Ich nahm einen Stock, warf ihn so weit ich konnte weg und während der Hund dem Stock nachjagte, rannte – ja, ich rannte – ich in die andere Richtung und raus aus dem Sichtfeld des Hundes. Nutzlos, kurze Zeit später war der Hund wieder da. Ich war ein wenig verzweifelt und nach einem Geistes-„Sitz“ von mir blieb der Hund auch wirklich sitzen und ich konnte weitermarschieren.

An der Höchwirt-Kapelle vorbei hatte ich mal wieder den falschen Weg eingeschlagen und musste wieder ein paar Höhenmeter zurück gutmachen. Während ich überlegte, wie ich am besten über den elektrischen Zaun kam, begann am anderen Ende eine Dame den Zaun abzuspannen, also stieg ich einfach darüber und folgte dann dem Weg bis nach Eibiswald.

Mit einem breiten Grinser und ein wenig müden Beinen kam ich beim „Gottlobstein“ in Eibiswald an und ein wenig weiter stadteinwärts warteten auch schon meine Eltern auf mich, die mich spontan abholen kamen. Es war wieder mal eine tolle Tour. Ich bin stolz, den ältesten Weitwanderweg Österreichs beschritten zu haben und wir werden sehen, was die Zukunft bringt. (2 von 10 :P)

Hard Facts:

  • Strecke: 22 km
  • Aufstieg: 150 m
  • Abstieg: 1350 m
  • Niedrigster Punkt: 368 m
  • Höchster Punkt: 1564 m

Griaß eich!

P.S.: Hier geht´s zu den Fotos!

2 Antworten

  1. Gert sagt:

    2 von 10 – hört, hört! 😉 Die passenden Seen für die restlichen acht werden sich sicher finden lassen 😀

    Nochmals Gratulation zu deiner Tour, Abzeichen & Urkunde sind bereits auf dem Weg zu Dir!
    Und vor allem: danke für die lesenswerte Berichterstattung, es war eine Freude, virtuell mit dir mitzuwandern…

    LG
    Gert

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