Etappe 25: Werfen – Matrashaus

Etappe 25: Werfen – Matrashaus

Hoch hinaus…

Nachdem in der Unterkunft das Frühstück extra schon um 7:00 für uns angerichtet war, konnte ich mit meiner Begleitung fürs Wochenende, nach der Verabschiedung von meinen Eltern, in die heutige Etappe starten. 2400 Höhenmeter standen auf dem Programm und der Wetterbericht sagte überwiegend Sonnenschein voraus.

Der Vormittag verlief anfangs ein wenig konfus, da wir ein bisschen Probleme hatten, den Weg ausfindig zu machen, jedoch gab sich dies schnell. Durch einen steilen Waldweg und über einige Almen ging es bei prallem Sonnenschein bergauf. Ohne die kühlen Teile im Wald wären wir wohl schon recht früh platt gewesen. Schweißgebadet und mit eingefärbten T-Shirts kamen wir schließlich an der Ostpreußenhütte an, wo wir ungefähr 1100 Höhenmeter hinter uns hatten und uns einen wohlverdienten Radler gönnten. Nachdem ich mir auch noch meinen Stempel geholt hatte, gingen wir flott weiter, da ab 16:00 die Regenwahrscheinlichkeit leicht erhöht war.

Während des Aufstiegs zur Steingrube trafen wir einige Wanderer, die gerade herunterkamen und die mir rieten, meinen Muff herunter zu nehmen, da mir sonst heiß werden würde. Ich meinte nur, dass ich ihn seit 26 Tagen immer oben habe – schließlich erhöht er den Style ja auch um 1000% – und dass auch mein Mitwanderer ihn mittlerweile oben habe. Nach einer kurzen Erklärung meiner Tour gingen sie ein wenig baff weiter und wir in Richtung Hochkönig weiter.

Langsam merkte man auch, dass die Sonne weniger wurde und es wurde zumindest ein bisschen erträglicher, den steilen Bergweg zu erklimmen. Über Schotter und teilweise entlang von mit Stahlseilen gesicherten Wegen ging es weiter bergauf. Höhenmeter um Höhenmeter näherten wir uns der Spitze. Langsam merkten wir auch ein bisschen, dass die Beine ein wenig schlapp machten, und wir kämpften uns weiter.

Als wir dann auf eine Wiese mit schönem Ausblick kamen, gab es dann einen kleinen Rückschlag, denn die heutige Unterkunft und der Hochkönig waren zwar in Sichtweite, jedoch noch in weiter Ferne. Nach einer kurzen Pause machten wir uns also wieder auf. Entlang der Nebelpfosten folgten wir einem steinigen Weg, der rauf und runter ging, aber eigentlich keine Höhenmeter brachte. Die Kräfte wurden immer weniger und die Wolken immer mehr.

Durch einige Schneefelder folgten wir weiter den Pfosten und trotteten irgendwann nur mehr dahin. Die Hütte wurde endlich ein wenig größer und das Etappenende rückte näher. Als wir noch gut 45 Minuten und geschätzte 200 Höhenmeter entfernt waren, begann es schließlich auch noch zu regnen, just in dem Moment, in dem wir uns sowieso die Jacken aufgrund des aufkommenden Windes anziehen wollten. Der Regen wurde recht bald zu einem Rehagel bei dem sich die kleinen Körner in meinem Hut sammelten.

Nachdem es noch ein paar rutschige Leitern bergauf ging, war das Haus dann endlich so nahe, dass wir fast schon einen Schlusssprint hinlegten, um ins Trockene zu kommen und endlich zu entspannen. Der Tag war wohl der anspruchvollste bisher und die Höhenmeter einfach nur anstrengend. Trotzdem haben wir brav durchgehalten und freuen uns auf die noch anstrengendere Etappe morgen!

Hard Facts:

  • Strecke: 14,4 km
  • Aufstieg: 2474 m
  • Abstieg:  96 m
  • Niedrigster Punkt: 546 m
  • Höchster Punkt: 2928 m

Griaß eich!

P.S.: Hier geht´s zu den Fotos!

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