Etappe 27: Riemannhaus – Bergheim Hirschbichl

Etappe 27: Riemannhaus – Bergheim Hirschbichl

Grenzgänger…

Nach den letzten zwei Tagen gingen wir den heutigen Tag sehr ruhig an, da es lediglich einen 8-Stunden-Marsch zu bewältigen gab. Wir ließen uns also Zeit beim Frühstück und packten dann in Ruhe zusammen. Da meine Begleitung eine richtig große Blase auf seiner großen Zehe bekommen hatte, entschlossen wir uns nach einem ärztlichen Fachgespräch mit Dr. Google, die Blase aufzustechen und zuzukleben. Gesagt, getan, und kurze Zeit später waren wir auch schon am Weg.

Ohne dass man uns die kräftezehrenden letzten Tage anmerkte, gingen wir durch das Steinerne Meer und überholten einige Wandergrüppchen. Als hätten wir nie was anderes gemacht, sprangen wir von Stein zu Stein und auf und ab über kleinere Hügel. Wir querten den sogenannten Praterstern, ohne einen Schluck zu trinken, und kamen schließlich zum Ingolstädterhaus, wo wir auf eine kleine Kräftigung und einen Stempel einkehrten. Mit der Aussicht auf der Terrasse und unter dem schattenspendenden Sonnenschirm war der Apfelstrudel mit Vanillesauce gleich noch einmal so gut.

Weiter ging es dann in Richtung Dießbach Stausee, den man schon von Weitem sehen konnte. Da wir mittlerweile endlich wieder unter der Baumgrenze waren, war der Weg sehr angenehm, weil die Sonne uns nicht direkt anstrahlen konnte. Über einen Forstweg gingen wir entlang des Sees und konnten das erste Mal nebeneinander weiterwandern. Seelenruhig schlenderten wir also entlang des Stausees und quatschten über Gott und die Welt, bevor es dann über den Damm und kurz hinunter zum Wasser ging. Nach einer kurzen Erfrischung setzten wir den Weg dann weiter über eine Forststraße fort.

Angekommen an der Kashütte, gönnten wir uns noch ein Käsebrot mit selbstgemachtem Käse und lenkten so vom Käsegeruch meiner Schuhe ab, die nach dem gestrigen Regen noch ein wenig miachtelten. Immer entlang des Forstweges war der Weiterweg sehr einfach und nur bergab, was uns unsere Körper sehr dankten. Ein letzter Anstieg und wir waren auch schon am heutigen Ziel, in Hirschbichl, angelangt.

Das kleine Dorf, das aus einem Gasthaus, dem Bergheim, einer Kapelle, einem Haus, einer Bushaltestelle und dem Schranken, der die deutsche Grenze markiert, besteht, liegt an einer Hauptstraße, an der wir uns gemütlich niederließen und alles beobachteten, was vorbeifuhr. Bei gutem Essen, einer alten Zeitung und einem Buch ließen wir den Abend ausklingen und freuten uns auf den morgigen Besuch im Freibad in Lofer.

Hard Facts:

  • Strecke: 20,1 km
  • Aufstieg: 650 m
  • Abstieg:  1670 m
  • Niedrigster Punkt: 974 m
  • Höchster Punkt: 2308 m

Griaß eich!

P.S.: Hier geht´s zu den Fotos!

 

 

 

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