Etappe 30: Straubinger Haus – Stripsenjochhaus

Etappe 30: Straubinger Haus – Stripsenjochhaus

Extra Höhenmeter sind eine Schnapsidee…

Nach dem Frühstück machte ich mich fertig und zog mir draußen meine duften Schuhe an. Ein etwas älterer, der mit seinem E-Bike für ein Frühstück zur Hütte gekommen war, bat mich, ein Foto von ihm zu machen und nach einem kurzen Gespräch erklärte er mir, dass ich meine heutige Route unbedingt umplanen müsse und den Weg über die Prostalm nehmen solle.

Da es schon 8:30 war und ich einen langen Tag vor mir hatte, willigte ich ein und machte mich auf den Weg. Die ersten Meter dachte ich lange darüber nach, ob ich den Stempel in Kirchdorf gegen einen Stempel auf der Prostalm tauschen sollte. Auch in der App wurde darauf hingewiesen, unbedingt, die „paar extra Höhenmeter“ in Kauf zu nehmen und den schöneren Weg über die Alm zu wählen. Ich entschied mich im Endeffekt für die Alm, weil eine kleine Mittagspause nicht schaden konnte und ich den Straßenhatscher durchs Tal sowieso aus dem Weg gehen wollte.

Zuerst ging es jedoch durch einen steilen Wald fast senkrecht bergab. Ich war froh, dass es in der Nacht nicht geregnet hatte, denn so war alles trocken und die Rutschgefahr war nicht mehr so schlimm. Trotzdem kam ich ein paar Mal aus der Balance, da das Laub einige Steine und Wurzeln verdeckte, jedoch konnte ich mich immer wieder derfangen und blieb den ganzen Tag auf meinen Füßen. Nach etwa zwei Stunden war ich dann am Ende des Abhangs angekommen und ging ein kleines Stück entlang eines Golfplatzes.

Danach ging es ein Stück die Straße entlang über die Grossache, wo schließlich die Abzweigung zur Prostalm angeschrieben war. Durch einen richtig steilen Wald ging es gut 400 Höhenmeter hinauf und dann noch einmal 200 Höhenmeter über kleine Almstücke. Alles kein Problem, jedoch zog anscheinend der sogenannte „Schweißbach“ die Bremsen magisch an und ich wurde mehrere Minuten von zwei verfolgt. Als ich schließlich an der Prostalm angekommen war, grinste mir schon mein lieber Kollege von der Früh entgegen.

Während ich den schweißtreibenden Marsch zu Fuß gegangen war, war er mit seinem E-Bike herübergefahren. Immerhin wurde ich, nachdem ich ihm meine Tour beschrieben hatte, auf ein kühles Getränk und ein Stamperl von der Wirtin eingeladen. Einen Stempel gab´s noch oben drauf und nach einer kleinen Stärkung und der Planung meiner weiteren Route war ich gegen 13:00 wieder auf dem Weg zur heutigen Unterkunft.

Hinter mir zog ein Gewitter auf, jedoch bekam ich nur ein bisschen Nieselregen ab. Es war recht angenehm, auch wenn die Luft dadurch nicht besser wurde. Vor allem im Wald war es so stickig, dass ich gar nicht wusste, woher der Schweiß kam, da ich sicher nicht so viel getrunken hatte. Vorbei an einigen Almen und durch ein kurzes Wäldchen war ich dann auch wieder unten auf der vorgegebenen Route und folgte der Straße bis Griesenau.

Von dort startete ich in das imposante Kaiserbachtal und konnte schon von weitem die heutige Hütte am Berg oben sehen. Das Gehen machte gleich viel mehr Spaß, wenn man um sich herum die ganze Zeit die mächtigen Berge anschauen konnte und hier und da auch einige Kletterer. Nach einem kurzen Soda Zitron in der Griesneralm ging es dann über einige Kehren in Richtung Stipsenjoch.

Nach einem zu schnellen Start reagierte mein Körper dezent über und ich musste eine kurze Beruhigungspause mit einigen Müsliriegeln und Wasser einlegen. Nachdem mein Kreislauf sich wieder beruhigt hatte, machte ich mich langsam und stetig auf, die restlichen 300 Höhenmeter hinter mich zu bringen und war schließlich um 17:00 oben angekommen.

Es war eine schweißtreibende Etappe, bei der sich zeigte, dass die Sonne und die erdrückende Luft auch bei mir Wirkung zeigten. Da morgen nur eine kurze Etappe ansteht, habe ich aber genug Zeit um morgen dem Körper wieder Zeit zum Regenerieren zu geben.

Hard Facts:

  • Strecke: 24,7 km
  • Aufstieg: 1264 m
  • Abstieg:  1243 m
  • Niedrigster Punkt: 627 m
  • Höchster Punkt: 1577 m

Griaß eich!

P.S.: Hier geht´s zu den Fotos!

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