Etappe 33: Kaiserhaus – Erfurterhütte

Etappe 33: Kaiserhaus – Erfurterhütte

Regentröpfchen am Köpfchen….

Schon morgens nach dem Frühstück rief ich nochmals bei der nächsten Unterkunft an und bekam Gott sei Dank doch noch einen Lagerplatz. Da eine lange Etappe bevorstand, ging ich recht flott den Forstweg weiter entlang in Richtung Steinberg am Rofan. Während des Auf und Abs wurde ich von einigen Radfahrern überholt, konnte jedoch ein Pärchen mit E-Mountainbike während einer Pinkelpause wieder überholen.

Leider hielt ich als Ausreißer-Gruppe nicht lange durch und die beiden überholten mich wieder. Ich musste jedoch sowieso in einen Waldweg einbiegen, der endlich mal wieder ein wenig fordernd war. Nach den eher zachen Etappen rund um Kufstein eine willkommene Abwechslung. Ich hatte wie immer das Glück des Tüchtigen und bekam von der Sonne am Vormittag nichts ab. Außerdem hatte ich am Vorabend mein Kraut nicht zusammengegessen, um ein paar Wolken für den Himmel zu bekommen.

In Steinberg angekommen, musste ich eine kleine Navigationspause einlegen, da ich irgendwo einen Stempel auftreiben musste. Leider war Sonntag und die Gemeinde hatte zu. Ich setzte mich also in das Gasthaus neben der Kirche, wo ich das Radfahrerpärchen wiedertraf. Nach rund 25 Minuten warten, kam der Kellner endlich zu mir. Ich bestellte und fragte gleich, ob ich bitte auch einen Stempel haben könne. Als er erwiderte, er habe keinen, hätte ich eigentlich gehen sollen und Zeit sparen, entschloss mich dann aber für das Soda-Zitron.

Nach der – leider – ausgedehnten Mittagspause ging es weiter über Straßen und Forststraßen etwas bergab. Ich bekam schließlich meinen Stempel am Durrahof, dessen Adresse auch noch in Steinberg gemeldet war. Weiter ging es dann durch einen Wald und einen steinigen und langen Anstieg zum Zireiner See. Ich merkte schon, wie die vielen Höhenmeter an meinen Kräften zehrten und musste einige Verschnaufpausen einlegen. Oben angekommen, ging es noch über eine kleine Alm und dann stand ich vor dem wunderschönen Bergsee.

Schon beim Hinaufgehen hatte ich einige Tropfen gespürt und als ich gerade ein Foto machte, begann es immer stärker zu werden. Glücklicherweise war daneben eine alte unbenutzte Hütte, in der ich mir Schutz suchen konnte. Da ich sowieso eine Pause machen wollte, um Kräfte zu regenerieren, und nicht nass werden wollte, wartete ich gut 30 Minuten, bis der Regenschauer vorbei war. In der Wegbeschreibung stand, dass der weitere Weg nicht bei Schlechtwetter zu bewandern war und da der Regen vorbei war, ging ich ihn also.

Es war schön, mal wieder in bergigen Regionen mit gutem Ausblick zu wandern, auch wenn jetzt alles gatschig und nass war. Die ersten Meter waren auch mit großen Steinen gepflastert, die noch recht rutschig waren. Ich merkte schnell, dass ich wieder zu schnell in die letzten Höhenmeter gestartet war und musste eine Kalorienzufuhr-Pause einlegen. Nach einem Anruf in der Unterkunft, um Bescheid zu geben, dass ich später kommen werde, ging ich bergauf weiter. Die richtig steilen Stellen waren alle mit Seil gesichert und daher auch bei nassem Stein kein Problem.

Oben angekommen, entschied ich mich gegen die Rofanspitze und für den Weg rundherum, da ich meinem Körper keine weitere Anstrengung zumuten wollte. Im Vorbeigehen ärgerte ich mich dann trotzdem, da das Gipfelkreuz nicht weit gewesen wäre. Über ein paar Almen und bergab war ich dann schnell bei der heutigen Hütte. Als ich eintrat, begann es noch einmal zu regnen. Ich merkte heute, dass sich viele Höhenmeter und eine lange Distanz dann doch bemerkbar machen können und war heilfroh, angekommen zu sein.

Hard Facts:

  • Strecke: 28,2 km
  • Aufstieg: 1947 m
  • Abstieg: 830 m
  • Niedrigster Punkt: 683 m
  • Höchster Punkt: 2226 m

Griaß eich!

P.S.: Hier geht´s zu den Fotos!

 

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