Etappe 44: Ulmer Hütte – Ravensburger Hütte

Etappe 44: Ulmer Hütte – Ravensburger Hütte

Alle Wege führen zum Ziel…

Während des heutigen Frühstücks musste ich mich entscheiden, ob ich dem leichten Weg in Richtung Rauz folgen würde oder ein kurzes Stück zurück und über den Valluga in Richtung Stuttgarter Hütte gehen würde. Da ein paar zusätzliche Höhenmeter und vor allem ein zusätzlicher Stempel nie schaden, war die Entscheidung schnell getroffen und ich machte mich nach ausgiebigem Frühstück auf den Weg.

Beim Anziehen der Schuhe traf ich die zwei etwas älteren Wanderer wieder, die auch den letzten Teil des Nordalpenwegs gingen und schon die letzten zwei Tage auf derselbe Hütte waren. Da sie sich für die leichtere Variante entschieden hatten, ging ich also alleine weiter. Die Skipiste, die ich gestern hinunter gegangen war, verlangte mir in der Früh schon alles ab, da alles voller Kies war und die steilen Anstiege mit der Sonne im Rücken sehr schweißtreibend waren.

Am Valfagerjoch angekommen, ging es nach einer kurzen Trinkpause weiter in Richtung Valluga. Über einen sehr steilen Anstieg, bei dem ich meine Stecken wegpacken musste, da man beide Hände zum Klettern brauchte, war ich recht flott auch oben angekommen. Nach einem kurzen extra Weg zum Gipfel des Valluga, wo auch viele mit der Seilbahn ankamen, machte ich mich an den Abstieg zur Stuttgarter Hütte.

Nach kurzen Orientierungsproblemen, da es einen neuen Weg gab, der noch nirgends eingezeichnet war, ging es sehr steil, aber gut versichert mit Seilen bergab. Nach einem kurzen Plausch mit ein paar Wanderern ging es über den Robert Bosch Weg, entlang von Wiesen und ein wenig Geröll, zur Stuttgarter Hütte, wo ich auf ein klassisches Stemperl-Zitron einkehrte. Nach der kurzen Pause machte ich mich an den Abstieg nach Zürs, wo ein rettender Bankomat auf mich warten sollte.

Nach einem leichten Abstieg entlang von Feldwegen und Straßen war ich schnell in Zürs und musste feststellen, dass der Bankomat so wie die ganze Stadt außer Betrieb war. Abgesehen von einer Trail-Running-Gruppe war absolut niemand dort anzutreffen. Eine Geisterstadt. Auch wenn ich insgeheim damit gerechnet hatte, war ich doch ein wenig demotiviert. Schnell war klar, dass ich wohl oder übel den Weg nach Lech gehen musste und so noch einige Höhenmeter extra runter und wieder rauf gehen musste. Gesagt, getan, war ich am Weg, der sich entlang der Schnellstraße trotzdem als recht idyllisch herausstellte. Während neben mir ein Bach floss, der kaum von den vorbeifahrenden Autos übertönt wurde, ging ich ohne viel nachzudenken weiter.

In Lech angekommen, holte ich mir erst einmal Geldreserven für die restlichen Etappen und gönnte mir bei SPAR neben einer KLKS auch einen unschuldigen Energizer-Smoothy. Nach der kurzen Pause, in der ich auch meine weitere Route festlegte, ging es erst einmal steil bergauf  zur vorderen Gstüatalpe. Die Sonne war nicht gerade eine Unterstützung und ich war froh, als ich an der Alpe ankam, dass der Weg zur Unterkunft schon angeschrieben war. Zuerst über einen Waldweg und dann eine Straße entlang ging es über das Stierlochjoch hinauf. Nach einer kurzen Almüberquerung sah man auch schon im Glanz des Spullersees die Hütte, bei der ich ein wenig fertig ankam.

Wäre der Abstieg nach Lech nicht gewesen, wäre die Etappe sehr schön mit wunderbaren Aussichten gewesen. Der demotivierende Bankomat, der außer Betrieb war, war jedoch richtig schlimm für die Psyche. Auch die Sonne machte den Körper mal wieder müder, als er eigentlich sein sollte. Trotz allem, es ist nicht mehr weit und das Ziel rückt immer näher.

Hard Facts:

  • Strecke: 14,5 km
  • Aufstieg: 869 m
  • Abstieg: 1198 m
  • Niedrigster Punkt: 1670 m
  • Höchster Punkt: 2241 m

Griaß eich!

P.S.: Hier geht´s zu den Fotos!

 

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